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- Artikel-Nr.: cmor001
Chaetomorpha sp. – Drahtalge für das Algenrefugium
Chaetomorpha gehört zu den bekanntesten Makroalgen für Meerwasser-Refugien. Die grüne Fadenalge bildet ein lockeres bis dichtes Geflecht aus relativ festen, unverzweigten Fäden. Sie muss nicht im Bodengrund verwurzelt werden und bildet keine kriechenden Stolonen wie Caulerpa. Dadurch lässt sie sich einfach ernten und räumlich gut kontrollieren.
Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Wissenschaftlicher Name | Chaetomorpha sp. |
| Gruppe | Grüne Fadenalgen |
| Wuchsform | Lockeres bis dichtes Geflecht unverzweigter Fäden |
| Haupteinsatz | Algenrefugium / Nährstoffexport |
| Licht | Mittel bis kräftig |
| Strömung | Mittel und gleichmäßig |
| Pflege | Regelmäßig lockern und Teilmengen ernten |
Warum Chaetomorpha im Refugium?
Die Drahtalge verbindet kräftiges Wachstum mit einfacher Handhabung. Während sie wächst, nimmt sie gelöste Nährstoffe aus dem Wasser auf und baut diese in neue Algenbiomasse ein. Wird regelmäßig ein Teil des Bestandes geerntet, werden die darin gebundenen Nährstoffe aus dem Aquariensystem entfernt. Genau dieses Prinzip macht Chaetomorpha zu einer beliebten biologischen Ergänzung der Nährstoffkontrolle.
Licht, Strömung und Wachstum
Eine zuverlässige Beleuchtung ist Voraussetzung für Photosynthese und Wachstum. Die Strömung sollte den gesamten Algenballen möglichst gleichmäßig erreichen. Zu dicht gepackte Bestände können im Inneren schlechter mit Licht und Wasser versorgt werden. Deshalb ist es sinnvoll, die Alge regelmäßig aufzulockern, zu wenden oder so zu führen, dass möglichst viel Oberfläche angeströmt und beleuchtet wird.
Was beeinflusst das Wachstum?
Neben Licht und Strömung benötigt die Alge verfügbare Nährstoffe. In einem bereits extrem nährstoffarmen Aquarium kann das Wachstum gering ausfallen. Umgekehrt ist schnelles Wachstum ein Zeichen dafür, dass die Alge aktiv Biomasse aufbaut. Die tatsächliche Wirkung auf Nitrat und Phosphat hängt vom gesamten Aquariensystem, der verfügbaren Algenmasse, Beleuchtung und Ernte ab.
Ernte und Pflege
Der Bestand sollte nicht so lange wachsen, bis das Refugium vollständig ausgefüllt ist. Besser ist eine regelmäßige Teilernte. Dabei wird ein Teil der Algenmasse entfernt und der verbleibende Bestand wieder locker verteilt. Abgestorbene oder stark verschmutzte Bereiche sollten ebenfalls entfernt werden.
Abgrenzung zu Caulerpa
Chaetomorpha bildet keine kriechenden Ausläufer, die sich im Riffgestein festsetzen. Sie kann deshalb besonders gut in einem separaten Refugium gehalten und als kompakte Masse entnommen werden. Wer primär eine funktionelle Refugiumalge für kontrollierbaren Nährstoffexport sucht, findet darin einen wesentlichen Vorteil.
FAQ
Muss Chaetomorpha im Bodengrund befestigt werden?
Nein. Die Alge kann frei im Refugium liegen und benötigt keine Verwurzelung.
Warum wächst meine Drahtalge nicht?
Mögliche Ursachen sind zu wenig Licht, ungünstige Strömung oder sehr geringe Nährstoffverfügbarkeit. Auch ein zu dichter Bestand kann sich im Inneren selbst beschatten.
Wie werden Nährstoffe tatsächlich entfernt?
Durch Wachstum werden sie zunächst in Biomasse gebunden. Erst die regelmäßige Entnahme eines Teils dieser Biomasse exportiert sie aus dem Aquariensystem.
mit Hilfe von KI überarbeitet